Lob Mit Stufen Und Pony - So Entsteht Der Schnitt Im Salon
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Elena WeberElena Weber20.08.2026ZUR ANLEITUNG

Ein Lob mit Stufen und Pony sieht im Foto oft leichter aus, als er in der Ausführung ist, das sage ich gleich ehrlich vorweg. Was hier auf den Bildern passiert, ist kein einfacher Konturenschnitt, sondern eine Kombination aus präziser Grundlinie, weichen Stufen und einem fransigen Pony, der sich in die vorderen Längen einfügen muss. Ich zeige dir Schritt für Schritt, wie mein Team diesen Schnitt aufbaut, und wo du als Laie besser die Finger von der Schere lässt.

Der erste Handgriff: Ausgangslänge richtig vorbereiten

Vor dem Schnitt wird das Haar für den Lob mit Stufen und Pony leicht angefeuchtet und gekämmt

Bevor überhaupt eine Schere ins Spiel kommt, wird das Haar leicht angefeuchtet und sauber durchgekämmt. Auf dem Foto siehst du genau diesen Moment: Die Sprühflasche befeuchtet nur, sie tränkt nicht. Nasses, tropfendes Haar verhält sich beim Schnitt anders als leicht feuchtes, das ist keine Kleinigkeit, sondern eine Grundregel, die ich seit Jahren predige.

Die Ausgangslänge liegt hier noch deutlich unterhalb des späteren Lobs, das ist Absicht. Man schneidet nie direkt auf die Ziellänge, sondern nähert sich in Etappen, weil sich Haar beim Trocknen minimal nach oben zieht.

Wer die natürliche Fallrichtung vor dem ersten Schnitt nicht prüft, riskiert eine schiefe Kontur, ganz gleich wie ruhig die Hand ist.

Meine Großmutter hätte das mit einem einzigen Blick über die Schulter der Kundin erledigt, ganz ohne Werkzeug. Ich vertraue trotzdem lieber dem Kamm.

Abteilen mit System

Beim Lob mit Stufen und Pony werden die Haarpartien zuerst sauber mit Clips abgeteilt

Im zweiten Bild ist das Haar bereits in klare Sektionen gegliedert, Deckhaar und Seiten sind sauber hochgeklippt. Das wirkt fast unspektakulär, ist aber der Schritt, der über die spätere Symmetrie entscheidet.

  • Nackenpartie zuerst: Sie bildet die Basis, an der sich alles andere orientiert.
  • Deckhaar hochstecken: Es darf beim ersten Schnitt nicht stören oder mitgeschnitten werden.
  • Seiten fixieren: Erst später werden sie einzeln gelöst und angeglichen.

Diesen Schritt kannst du zuhause nicht wirklich üben, ohne ein Gefühl für Haardichte und Kopfform zu haben. Genau hier passieren die meisten DIY-Fehler, die ich später in der Beratung korrigieren muss.

Die Grundlinie im Nacken – das Fundament des Lobs

Die Grundlinie im Nacken bildet die erste Führungslinie für den Lob mit Stufen und Pony

Die untere Partie wird gerade nach unten gekämmt, dann entsteht die erste Führungslinie exakt auf Lob-Länge. Auf dem Foto erkennst du, wie ruhig die Schere hier geführt wird, fast waagerecht zum Nacken.

Diese Linie ist der Referenzpunkt für den gesamten restlichen Schnitt. Sitzt sie schief, zieht sich der Fehler bis in die Seiten durch, das lässt sich später kaum noch ausgleichen, ohne Länge zu opfern.

Warum gerade Nacken so wichtig ist

Ein Lob lebt von seiner klaren unteren Kontur. Wird hier zu viel oder ungleichmäßig geschnitten, wirkt die ganze Frisur später unruhig, egal wie gut die Stufen gemacht sind.

Seiten und Nacken zusammenführen

Die Seitenpartie wird beim Lob mit Stufen und Pony an die Nackenlinie angeglichen

Jetzt wird eine Seitenpartie gelöst und sauber nach unten gekämmt, um sie an die Nackenführung anzugleichen. Das Bild zeigt genau diesen kritischen Übergang, bei dem die Kontur des Lobs geschlossen wird.

Kleine Abweichungen zwischen Seite und Nacken fallen erst auf, wenn das Haar trocken und in Bewegung ist, nicht im nassen Zustand vor dem Spiegel. Deshalb wird hier oft nachjustiert, sobald der Föhn zum Einsatz kommt.

Skip-it-Hinweis: Bei sehr feinem Haar reicht es oft, die Seiten minimal kürzer zu lassen als den Nacken, weil sich feines Haar beim Trocknen weniger aufstellt als dichtes.

Stufen einarbeiten für Bewegung

Leichte Stufen werden ins Deckhaar geschnitten, ein zentraler Schritt beim Lob mit Stufen und Pony

Hier passiert der eigentliche Namensgeber des Schnitts: Das Deckhaar wird partienweise angehoben und mit einer weichen Führung geschnitten. Auf dem Foto siehst du die typische Fächerform, in der das Haar zwischen den Fingern gehalten wird.

  1. Partie anheben: Nicht zu straff, sonst werden die Stufen zu hart.
  2. Schräg ansetzen: Die Schere läuft leicht diagonal, nie parallel zur Kopfhaut.
  3. Übergänge prüfen: Nach jeder Partie kurz gegenkämmen und kontrollieren.

Diese beweglichen Stufen sind der Grund, warum ein Lob mit Stufen und Pony nicht flach am Kopf liegt, sondern Volumen im mittleren Längenbereich aufbaut.

Der Pony entsteht

Der Pony wird schräg und fransig geschnitten, damit er zum Lob mit Stufen und Pony passt

Für den Pony wird eine vordere Dreieckssektion nach vorn gekämmt, wie im Bild gut zu erkennen ist. Der Schnitt erfolgt leicht schräg und bewusst fransig, damit er nicht wie ein starrer Balken wirkt.

Ich schneide Pony grundsätzlich etwas länger als final gewünscht, weil sich das Haar beim Trocknen minimal nach oben bewegt und weil ein zu kurz geschnittener Pony sich nicht mehr korrigieren lässt.

Ein guter Pony übergeht fließend in die vorderen Stufen, er sitzt nicht wie ein Fremdkörper im Gesicht.

Für lockiges Haar würde ich diese Pony-Form eher zurückhaltend empfehlen, da sich Locken nach dem Trocknen stärker zusammenziehen als glattes Haar.

Feinschliff mit der Effiliesschere

Mit der Effiliesschere wird die Kontur des Lob mit Stufen und Pony weich ausgearbeitet

Im vorletzten Arbeitsschritt werden Spitzen und Pony mit Point-Cut oder Effiliesschere leicht ausgedünnt. Das Foto zeigt die feine, fast tastende Bewegung, mit der einzelne Haarspitzen angeschnitten werden.

Dieser Schritt entscheidet, ob der Lob am Ende weich fällt oder kantig wirkt. Zu viel Effilieren macht dünnes Haar strähnig, deshalb setze ich hier lieber zu wenig als zu viel an und kontrolliere zwischendurch am trockenen Haar nach.

Für sehr feines Haar würde ich diesen Schritt bewusst sparsam einsetzen oder ganz auslassen, da hier ohnehin wenig Fülle vorhanden ist, die man verlieren könnte.

Föhnen und in Form bringen

Der fertige Lob mit Stufen und Pony wird mit Rundbürste und Föhn in Form geföhnt

Zum Abschluss wird der Lob mit Rundbürste und Föhn trocken gearbeitet, wie auf dem Bild zu sehen. Die Spitzen werden leicht eingedreht, der Pony weich in die vordere Kontur gelegt.

  • Rundbürste mittlerer Durchmesser: Für sanften Schwung ohne zu starke Rundung.
  • Föhn in Zugrichtung: Immer von der Wurzel zur Spitze, um den Ansatz nicht aufzurauen.
  • Pony zuletzt: Er wird separat und mit weniger Spannung geföhnt, damit er nicht zu glatt wirkt.

Erst beim Föhnen zeigt sich, ob die Stufen wirklich sauber sitzen, das ist der ehrliche Realitätscheck nach jedem Schnitt.

Das fertige Ergebnis

Das Endergebnis zeigt einen modernen Lob mit Stufen und Pony mit weichem Schwung nach innen

Auf dem letzten Bild sitzt der Lob mit Stufen und Pony fertig geformt, locker und mit leichtem Schwung nach innen. Die Stufen sind erkennbar, aber nicht hart abgesetzt, der Pony fließt sanft in die vorderen Längen über.

Genau dieses Zusammenspiel aus klarer Grundlinie und weichen Übergängen macht den Schnitt alltagstauglich. Er braucht kein aufwendiges Styling, um modern zu wirken, ein Punkt, den ich bei jeder Typberatung betone.

Ich finde, dieser Look funktioniert besonders gut bei mittlerer bis dichter Haarstruktur mit leichter Naturwelle, weil die Stufen dort von selbst Bewegung bekommen.

Ein Lob mit Stufen und Pony ist kein Wochenend-Projekt für die eigene Badezimmerschere, aber ein Schnitt, den du gezielt im Salon anfragen kannst, wenn du die einzelnen Schritte kennst. Bring am besten ein Referenzfoto mit, denn wie stark die Stufen ausfallen, interpretiert jede Friseurin ein wenig anders.

Lob Mit Stufen Und Pony - So Entsteht Der Schnitt Im Salon
DIY-Anleitung Pin
Lob Mit Stufen Und Pony - So Entsteht Der Schnitt Im Salon
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Lob mit Stufen und Pony: So läuft der Salon-Schnitt Schritt für Schritt ab, inklusive Tipps zu Kontur, Stufen, Pony-Länge und Föhntechnik für zuhause.
Haarschnitt / Bob-Frisurlob mit stufen und pony
VORBEREITUNG10 Min
Arbeitszeit60 Min
GESAMTZEIT70 Min
Ergebnis1 Lob-Frisur mit Pony
SchwierigkeitAnspruchsvoll
Kostenca. 45 €
Material
  • Werkzeug
Schritte
1
Ausgangslänge vorbereiten
Haar leicht anfeuchten, sauber durchkämmen und die natürliche Fallrichtung prüfen. Die Ausgangslänge liegt bewusst noch unterhalb der späteren Lob-Länge.
2
Abteilen
Das Haar in klare Sektionen einteilen. Deckhaar und Seiten sauber abclipsen, damit zuerst die Nackenpartie kontrolliert geschnitten werden kann.
3
Grundlinie im Nacken schneiden
Die untere Partie gerade nach unten kämmen und die erste Führungslinie exakt auf Lob-Länge schneiden.
4
Seiten mit der Grundlinie verbinden
Eine Seitenpartie lösen, sauber nach unten kämmen und auf die Nackenführung abstimmen, bis die Kontur geschlossen ist.
5
Stufen erarbeiten
Das Deckhaar partienweise anheben und mit einer weichen Führung schneiden, damit leichte, bewegliche Stufen entstehen.
6
Pony schneiden
Eine vordere Dreieckssektion nach vorn kämmen und den Pony leicht schräg und fransig schneiden, so dass er in die vorderen Stufen übergeht.
7
Kontur verfeinern
Spitzen und Pony mit Point-Cut oder Effiliesschere leicht ausarbeiten, damit der Lob weicher fällt und die Stufen natürlicher wirken.
8
Föhnen und formen
Den Lob mit Rundbürste und Föhn trocken arbeiten, die Spitzen leicht eindrehen und den Pony weich in die vordere Kontur legen.
9
Ergebnis prüfen
Kontur, Stufen und Pony am trockenen Haar im Ganzen kontrollieren und bei Bedarf einzelne Spitzen minimal nachschneiden.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich mir einen Lob mit Stufen und Pony selbst schneiden?

Die Grundlinie im Nacken und die Stufenverteilung erfordern Übung mit Schere und Sektionierung, das würde ich für zuhause eher nicht empfehlen. Den Pony minimal nachschneiden, wenn er wächst, ist dagegen mit einer scharfen Haarschere machbar.

Für welche Haarstruktur eignet sich dieser Schnitt am besten?

Meiner Erfahrung nach kommt er bei mittlerer bis dichter Haarstruktur mit leichter Welle am besten zur Geltung, weil die Stufen dort natürliche Bewegung bekommen. Bei sehr feinem Haar würde ich die Stufen zurückhaltender setzen.

Wie oft muss der Pony nachgeschnitten werden?

Ein fransig geschnittener Pony wächst unauffälliger als ein gerader, trotzdem empfehle ich eine Nachschneidung alle vier bis sechs Wochen, damit die Kontur zu den vorderen Stufen passt.

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